Seite drucken

Wie wirkt sich ein ASD auf den Blutfluss aus?

Um genau zu verstehen, wie sich ein ASD auf den Blutfluss auswirkt, ist ein Verständnis der normalen Herzfunktion hilfreich.

 

Gesundes_Herz.JPG

 

Das Herz ist eine Pumpe mit vier Kammern: Die beiden kleinen, oberen Kammern werden als Vorhöfe oder Atria (der sogenannte linke und rechte Vorhof bzw. Atrium), die beiden größeren, kräftigeren Kammern, die als Blutpumpe fungieren, werden als Herzkammern oder Ventrikel bezeichnet (auch hier spricht man entsprechend von rechter und linker Herzkammer bzw. Ventrikel).

 

Ein gesundes Herz pumpt das Blut durch den Körper und wird von einem besonderen „elektrischen System“ gesteuert, das im Herzen selbst sitzt. Normalerweise gelangt sauerstoffarmes Blut aus dem Körper zunächst in den rechten Vorhof und von dort in die rechte Herzkammer. Wenn der Herzmuskel sich zusammenzieht, wird das Blut aus der rechten Herzkammer durch die Lungenarterie zu den Lungen befördert, wo es gefiltert und mit Sauerstoff angereichert wird. Von den Lungen strömt das nun sauerstoffreiche Blut wieder zum Herzen zurück und gelangt in den linken Vorhof. Anschließend strömt es in die linke Herzkammer und wird von dort über die große Körperschlagader, die Aorta, in den Körper gepumpt, um alle Organe und Zellen mit Sauerstoff zu versorgen. Auf seinem Weg durch den Körper gibt das Blut nach und nach Sauerstoff ab und kehrt schließlich wieder zum Herzen zurück, wo der Zyklus von vorne beginnt.

 

Ein ASD ist eine abnorme Öffnung (ein Loch) in der Gewebewand, welche die beiden Vorhöfe voneinander trennt. Normalerweise ist auf der rechten Herzseite der Strömungswiderstand geringer, weshalb das sauerstoffreiche Blut aus dem linken Vorhof durch die Öffnung in den rechten Vorhof fließen kann. Dadurch gelangt ein zu großes Blutvolumen zu den Lungen, was in der Folge zu einer Herzinsuffizienz führen kann.

 

ASD_1_neu.jpg

Herz mit Vorhofseptumdefekt